Instrumente

Orgel in der reformierten Kirche Zürich-Oerlikon

Die Kirche, die im Herzen Oerlikons thront, ist ein Anziehungspunkt für viele und lädt mit einer warmen Atmosphäre zum Verweilen ein. Es finden pro Jahr etwa sechs Orgelkonzerte statt, welche das Instrument Orgel dem Publikum näher bringen sollen und nicht nur die verschiedenen Klänge der Orgel sondern auch das breite Repertoire der klassischen Musik – von Renaissance bis Moderne – wie auch von anderen Musikstilen, wie Pop, Filmmusik, Ländler usw., berücksichtigen. Doch auch zahlreiche andere Veranstaltungen ziehen zahlreiches Publikum an. Selbstverständlich kann man der Kirchenorgel auch während den Gottesdiensten (jeweils Sonntagmorgen 10.00 Uhr und an den reformierten Feiertagen) lauschen.

In der Kirche befindet sich eine viermanualige Genf-Orgel von 1967, welche mit einem monumentalen Gesamtklang, glanzvollen Mixturen, weichen Zungen und farbigen Soloregistern überzeugt.


Disposition

Hauptwerk (I)
Quintatön 16‘
Principal 8‘
Hölzern Flöte 8‘
Octave 4‘
Nachthorn 4‘
Gemsquinte 2 2/3‘
Doublette 2‘
Mixtur 1 1/3‘ (4f)
Zimbel 2/3‘ (5f)
Cornet 8‘ (5f)
Trompete 16‘
Zinke 8‘

Brustwerk (II)
Holzgedackt 8‘
Praestant 4‘
Flötgedackt 4‘
Sesquialtera 2f
Gemshorn 2‘
Quintan 1 1/3‘ & 8/9‘
Sifflöte 1‘
Scharf 2/3‘ (3f)
Vox Humana 8‘
Trichterregal 4‘
Tremulant


Schwellwerk (III)
Stillgedackt 16‘
Ital. Principal 8‘
Rohrflöte 8‘
Salicional 8‘
Schwebung 8‘
Octave 4‘
Koppelflöte 4‘
Nasard 2 2/3‘
Superoctave 2‘
Feldflöte 2‘
Pleinjeu 2‘ (4-6f)
Englisch Horn 16‘
Trompete harm. 8‘
Oboe 8‘
Clairon 4‘
Tremulant

Positiv (IV)
Gedackt 8‘
Quintadena 8‘
Rohrflöte 4‘
Principal 2‘
Blockflöte 2‘
Terz 1 3/5‘
Larigot 1 1/3‘
Septime 1 1/7‘
Glockenzimbel 1/3‘
Krummhorn 8‘

Pedal
Untersatz 32‘
Principal 16‘
Subbass 16‘
Zartgedeckt 16‘
Octavbass 8‘
Spitzflöte 8‘
Choralbass 4‘
Kleingedeckt 4‘
Pommer 2‘
Hintersatz 2 2/3‘ (4f)
Posaune 16‘
Trompete 8‘
Clairon 4‘

 

Cembali in der reformierten Kirche Zürich-Oerlikon

Der Organist, Christian Gautschi, hat seine Cembali in der Kirche einstellen lassen und stellt sie der Kirchgemeinde Zürich-Oerlikon freundlicherweise zur Verfügung. Es ist eine angenehme Abwechslung zu den sonst so gewohnten Kirchenorgelklängen.
Christian Gautschi ist über diese Regelung mit der Kirchgemeinde sehr froh, schliesslich haben alle grösseren Kirchengemeinden ein Cembalo im Kirchenraum und die musikalischen Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb des Kirchenjahres steigen gewaltig. Das zweimanualige Neupert-Cembalo «Christophori» hat zwei 8’- und ein 4’-Register. Eine Besonderheit ist das 16’-Register. Durch diese grosse Anzahl von Registern kann der gesamte Kirchenraum mit dem vollen, satten Cembaloklang gefüllt werden.
Das andere einmanualige Cembalo hat zwei 8'-Register ist stammt von der Firma von Nagel, Paris. Es hat einen wärmeren und typisch barocken Klang und kann auch auf 415Hz gespielt werden, was für alte Musik besonders wichtig ist.

Das Cembalo eignet sich besonders für die Begleitung von Barockinstrumenten, wie Gambe oder Blockflöte, aber auch als Soloinstrument hat es seinen Reiz. Besonders spannend wird es vor allem bei einer historischen Stimmung: Die heutigen Instrumente sind so gestimmt, dass der Abstand zwischen den Halbtonschritten immer gleich gross ist (gleichstufige Stimmung). Dies bedeutet aber, dass ausser den Oktaven alle anderen Intervalle ein wenig «falsch» klingen. Dadurch ist es aber möglich, alle Tonarten zu spielen. In einer historischen Stimmung kann man nur gewisse Tonarten spielen, die aber dafür sehr rein klingen und einen für unsere Ohren ungewohnten, schwebenden Klang ergeben; dafür sind Dissonanzen, welche in der heutigen Stimmung relativ harmlos daherkommen, in einer historischen Stimmung wirklich dissonant.

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